Model werden
Wie wird man eigentlich zu einem Model? Wer sich bei der Agentur für Arbeit informiert wird feststellen, dass es keine Ausbildung gibt. Stattdessen müssen sich angehende Fotomodels selber darum kümmern, dass Sie bei einer Modelagentur unterkommen, welche dann Aufträge vermittelt. Doch wie erkennt man eine seriöse Modelagentur und kann sich vor Betrügern schützen?
Die VELMA ist der erste Ansprechpartner
Da es keine Vorschriften und Lizenzierungen für Modelagenturen gibt, kann theoretisch jeder eine solche Agentur eröffnen. Darum tummeln sich leider viele schwarze Schafe am Markt, die angehenden Jungmodels eine rasante Karriere in kurzer Zeit versprechen – allerdings schon vor dem ersten Shooting abkassieren. Darum haben 22 Modelagenturen in Deutschland den Verband lizenzierter Modelagenturen e. V. gegründet. Diese Agenturen nehmen zwar auch Geld für das Erstellen einer Sedcard (eine Art Fotobuch, mit dem Models für Aufträge beworben werden), aber nur so viel, wie es auch wirklich kostet.
Keine leeren Versprechungen
Zudem werden Sie bei einer seriösen Agentur nicht hören, dass Sie schon nach zwei Wochen in Mailand, Paris oder Madrid auf dem Laufsteg stehen. Vielleicht tragen Sie nur Esprit Kleider für die neue Kollektion im Online-Shop. Denn der Modelmarkt ist umkämpft und die VELMA-Mitglieder geben unumwunden zu, dass es mehr Models als Aufträge gibt. Punkten können Sie also alleine mit einem besonderen Aussehen. Zusätzliche Kurse, die Laufen auf dem Catwalk lehren sind mit Vorsicht zu genießen. Für eine Anstellung als Model sind sie keine Voraussetzung und hier gibt es auch genug Betrüger, die viel Geld nehmen und keinen Gegenwert leisten. Minderjährige sollten bei Bewerbungen übrigens darauf achten, dass die Eltern beim Vorstellungsgespräch mit dabei sind.
Bild: Tiago Chediak CC-BY-SA 2.5


